Nachhaltigkeit

N a t u r b e w u s s t    e n t s c h e i d e n 


Jede Entscheidung hat eine Auswirkung auf die Zukunft. 
Es gibt Entscheidungen, die man nicht mehr rückgängig machen kann. Bei der Arbeit mit der Natur ist es ein Vorteil, so wenig wie möglich einzugreifen. Jede Tätigkeit muss auf ihre Generationtauglichkeit hinterfragt werden.
So verstehen wir auch unsere Arbeit im Weingarten: Minimale Eingriffe für maximale Schonung, damit die Zukunft allen eine gesunde Lebensgrundlage bietet.

Mit dem Jahrgang 2021 sind wir „Nachhaltig Austria“-zertifiziert, ein Gütesiegel für nachhaltig produzierte Weine.

Es erfüllt auch die – „European Green Deal“- Vorgaben der Europäischen Kommission und nimmt in Europa eine Vorreiterposition ein: https://www.nachhaltigaustria.at/

Dabei werden 360 Maßnahmen von der Weingartenarbeit, über die Traubenproduktion bis zur Weinbereitung sowie soziale und ökonomische Parameter des gesamten Betriebes bewertet und gewichtet: Auswirkungen aller Tätigkeiten auf Klima, Boden, Wasser, Energie, Biodiversität, Material, Qualität, Soziales und Ökonomie.

♦        W  E  R  T  V  O  L  L  E           M  I  T  A  R  B  E  I  T  E  R        ♦


Seit über 5 Jahren haben wir Schafe, die uns bei der Arbeit im Weingarten unterstützen. Zu Jahresbeginn sind sie bereits im Einsatz. Dabei fressen sie und düngen kräftig. Sollten sie etwas Grünes finden, wird es abgefressen, sonst steht Heu zur Verfügung. 

Bis zum Austrieb der Reben im Frühjahr können die Nutztiere von einem zum nächsten Weingarten ‚wandern‘ und so schonend die Qualität der Böden steigern. Im Sommer dürfen die Schafe zurück in die Weingärten und beim Ausblättern helfen.

Die Trauben sind zu diesem Zeitpunkt hart und sauer. Die Begrünung am Boden ist meist trocken, das Weinlaub ist saftig grün. Das Abfressen des Laubes rund um die Trauben bewirkt, dass diese nach einem Regen schneller abtrocknen und daher länger gesund bleiben, weil sich kein Schimmel bildet.

Wenn die Trauben gegen Ende des Sommers süß werden, haben die ‚mobilen Rasenmäher‘ noch einmal Zeit, im naheliegenden Obstgarten das Fallobst aufzufressen, denn nach der Weinlese im Oktober gehören die Weingärten wieder ganz ihnen, bis zum darauffolgenden Frühjahr.

Boden als Grundlage
für gesunde Weinstöcke


Böden, auf denen Nutztiere leben, bauen Humus auf und das Bodenleben wird aktiviert. Die Regenwurmdichte und damit die Durchlüftung des Bodens nehmen zu. Gesunde Böden sind die Grundlage für langfristig nachhaltig gesunde Pflanzen. Weinstöcke wurzeln bis zu 30 Meter Tiefe. Um hohe Traubenqualitäten zu erreichen, ist daher ein Boden notwendig, der bis tief hinunter gut mit Nährstoffen versorgt ist. Wir verwenden keine Herbizide (Unkrautbekämpfungsmittel), weil diese eine Herabsetzung der Mykorrhizierung bewirken. Mykorrhiza ist ein Bodenpilz, der eine Symbiose mit dem Feinwurzelsystem der Pflanze eingeht und Nährstoffe für diese verfügbar macht.

UNSER BETRIEB IST KLIMANEUTRAL.
WIR ARBEITEN NACHHALTIG UND SOMIT GENERATIONSTAUGLICH.
DIES HABEN WIR ALS KONTINUIERLICHEN PROZESS ETABLIERT.

Traditionelle Vinifizierung

Unsere Baumpresse aus Holz, für die Verarbeitung all unserer Trauben, ist über 200 Jahre alt. Nachhaltiger kann man Trauben nicht verarbeiten!

Bearbeitungen mit Augenmaß und nach dem Minimalprinzip

Was jedes Jahr eine Herausforderung bleibt, ist alle Maßnahmen im Weingarten auf die Witterung ideal abzustimmen. Neben mechanischen und manuellen Tätigkeiten, werden auch Pflanzenschutz-Mittel angewendet, damit die Trauben bis zur Ernte gesund erhalten werden, denn nur gesunde Trauben sind die Grundlage für exzellente Weine. In den vergangenen Jahren sind wir mit 5 bis 6 Applikationen im Jahr ausgekommen. Dazu braucht es viel Wissen, Beobachtung und Mut.
Kupfer verwenden wir nicht, weil es sich im Boden anreichert.

Nachhaltigkeit ist idealerweise
klimaneutral

Auf einem ha Rebfläche stehen ca. 3.500 Rebstöcke. Jede einzelne Pflanze bindet durch die Photosynthese Kohlendioxid (CO2) und trägt daher zu einer höheren Luftqualität bei. Wir bewirtschaften 12,5 ha. Das sind über 40.000 Pflanzen, die (auch) für ein besseres Klima sorgen. Die Weingärten werden ganzjährig vielfältig begrünt. Dies fördert nicht nur Nützlinge und steigert die ‚Photosynthese-Leistung‘ unseres Betriebes, sondern ist zugleich Erosionsschutz.
Also wertvoller Humus bleibt erhalten und wächst.